Mama Survival Teil 2 – Überleben im stressigen Familienalltag

Mama Survival Teil 2 – Überleben im stressigen Familienalltag

7. April 2020 0 Von mamalangsam

Netzwerk schaffen

Ein Netzwerk zu schaffen, auf das wir im Alltag oder auch in Notfällen zurückgreifen können, kann uns enorm entlasten. Manche von uns haben Großeltern vor Ort, auf die sie zurückgreifen können. Andere haben das nicht und fühlen sich alleine und damit überfordert. Verbündet euch mit einer befreundeten Familie, der ihr vertraut und bestenfalls Kinder im selben Alter wie eure haben. Einfach einen Nachmittag auswählen und dann die Kinder abwechselnd wöchentlich betreuen oder den Nachmittag aufteilen: Zwei Stunden sind alle Kinder bei der einen Familie, zwei Stunden dann bei der anderen Familie. Oder einfach mal eine nette ältere Dame aus der Nachbarschaft fragen, sie freut sich vielleicht Zeit mit Kindern zu verbringen. Oder ein älteres Nachbarskind als Babysitter engagieren, das sich so etwas Taschengeld verdienen kann. Was spricht gegen eine Reinigungskraft, die alle zwei Wochen mal klar Schiff macht? Da gibt es viele Win-win-Kombinationen. Wir sollten uns vernetzen und lernen Hilfe anzunehmen, anstatt alles selber schaffen zu wollen.

Lassen wir unsere Kinder in Ruhe

Babyschwimmen, Musikalische Früherziehung, Turnen – Termine an mehreren Nachmittagen in der Woche. Das alles ist nicht verkehrt, aber es ist nicht unbedingt nötig. Wir wollen unsere Kinder fördern, aber eigentlich brauchen sie das gar nicht. Oft sind wir sogar davon gestresst, schwimmen da aber mit der breiten Masse mit. Wir sind in Sorge, dass unsere Kinder nicht mithalten können. Klar sollen wir uns um sie sorgen, sie bestärken und sie ins Leben begleiten, aber eben nur begleiten. Lassen wir sie einfach Kinder sein, die die Welt selbst in ihrem eigenen Tempo entdecken. Geben wir ihnen soviel Freiheit wie möglich, das zeugt von Respekt ihnen gegenüber und Vertrauen in sie. Was aber tun, wenn sie „einfach nur zu Hause“ sind? Wir sind da für sie, lassen sie aber einfach spielen. Wir sind nicht ihre Freunde und wir sollten nicht die ganze Zeit für Bespaßung sorgen. Wir sind ihre Eltern, die die Verantwortung haben sie in Liebe zu erziehen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich schreibe hier nicht davon, dass wir achtlos werden können oder unser Gewissen damit beruhigen, wenn wir sie zum Spielen verdonnern, damit wir arbeiten können. Wir sollten immer für sie erreichbar sein.

„Ein Kind, das ständig beschäftigt wurde, hat irgendwann verlernt, sich selbst zu beschäftigen. Wir müssen uns zurückziehen.“ Aus dem Buch „Leitfaden für faule Eltern“ von Tom Hodgkinson

Demut in der Ehe

Sobald wir Kinder haben, ändert sich auch die Beziehung zu unserem Partner. Wir haben weniger Zeit zu zweit. Auszeiten können wir uns nur alleine nehmen, denn einer muss ja immer bei den Kindern bleiben. Wie kleine Kinder sich streiten, wer denn nun das größere Stück Kuchen hat, so streiten sich häufig die Eltern, wenn es darum geht, wer denn nun mehr Zeit für sich hat oder mehr die Kindern „nehmen“ sollte. Kennt ihr sicher. Das kann zu großem Frust und ernsthaften Eheproblemen führen. Hier sollten wir aufpassen und nicht in einer Sackgasse steckenbleiben. Wir müssen unsere Aufgabe als Eltern und als Ehepartner annehmen und nicht versuchen uns selbst zu verwirklichen. Diese Zeiten kommen ja vielleicht irgendwann wieder. Mit ein bisschen Demut und dem Willen, das Wohl des anderen über das eigene zu stellen, können wir lernen, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Aus dieser demütigen Haltung wird ein Segen fließen, der euch alles gibt was ihr braucht und eure Ehe belebt.

Überhebt euch nicht über andere, seid freundlich und geduldig! Geht in Liebe aufeinander ein! Epheser 4,2