Unterwegs mit der Bahn

Unterwegs mit der Bahn

10. April 2020 0 Von mamalangsam

Gelassenheit beim Bahn fahren

Mir kommt es so vor, als sei es für manche Menschen regelrecht eine Zumutung mit Bus oder Bahn zu fahren. Gefahren scheinen in jedem Abteil zu lauern. Und dann diese Verspätungen. Dafür haben wir keine Zeit, das können wir uns nicht leisten. Sicherlich kann die Bahn da noch einiges verbessern, aber wenn wir an das Ganze mal mit etwas mehr Demut rangehen, wäre es gesünder für uns alle.

Wir können uns bei der nächsten Bahnfahrt mit unserem Sitznachbarn unterhalten, unsere Mitfahrer alle bewusst wahrnehmen. Dankbar sein, dass uns jemand fährt und wir einfach mal entspannen können. Der Weg ist das Ziel. Planen wir genug Zeit ein, damit wir uns nicht ärgern brauchen, wenn es zu Verspätungen kommt. Machen wir eine Reise nur dann, wenn wir es uns zeitlich leisten können länger unterwegs zu sein, als mit dem Auto.

Ist die Fahrt oder Reise wirklich nötig?

Weniger ist auch da mehr. Als Familie, gerade mit kleinen Kindern, können wir ruhig einfach zu Hause bleiben. Wir müssen nicht jedes Jahr unsere Freunde in Berlin, München und Hamburg besuchen. Leben wir im Moment und vor Ort. Wir haben nicht das Recht die ganze Welt zu bereisen. Das macht immer ein Stück die Umwelt kaputt und schadet ganz konkret Menschen in anderen Teilen der Welt, das sollten wir immer bedenken.

Mit Kindern Zug fahren

Kinder lieben Zug fahren. Umsteigen kann zu einem richtigen Abenteuer werden. Zum Beispiel wenn wir mit Kind und Kegel am Hauptbahnhof nachts um 22 Uhr einmal durch den ganzen Bahnhof rennen müssen, um den Zug zu bekommen. Das finden Kinder höchst aufregend (und die Eltern auch ;). Und sie lernen viel von einer Bahnreise: Sie müssen ihre Sachen beisammen halten, ihren Rucksack selber tragen. Sie schauen bei uns Eltern ab, wie wir Problemlösungen finden, wenn wir den Anschlusszug verpasst haben. Uns begegnen Menschengruppen an Bahnhöfen denen wir normalerweise nicht begegnen. Das ist nicht immer schön, aber es ist wichtig, dass unsere Kinder den Umgang mit ihnen lernen und sie wahrnehmen, anstatt wegzuschauen.

Ein weiterer Vorteil zu einer Autofahrt ist, dass wir uns bewegen können und sich beide Elternteile um die Kinder kümmern können. Früher begann für uns der Urlaub erst dann, wenn wir mit unserem Auto am Ziel ankamen. Nun beginnt unser Urlaub, sobald wir unseren Platz im Zug eingenommen haben.

Gepäck reduzieren

Ein häufiges Argument, warum Familien lieber mit dem Auto in den Urlaub fahren, ist das viele Gepäck, was man vorallem bei kleinen Kindern mitschleppen muss. Aber auch da gibt es ein paar Tricks, es zu reduzieren. Gibt es eine Waschmaschine am Urlaubsort? Dann nehmen wir nur Kleidung für 3 Tage mit. Am besten nur welche, die untereinander gut kombinierbar ist. Und eine Jeans können wir ruhig mehrere Tage tragen. Geschäfte, in denen man Windeln kaufen kann, gibt es fast überall. Mitgenommenes Spielzeug wird erfahrungsgemäß nicht bespielt. Das müssen wir alles nicht mitschleppen. Bücher lassen wir daheim, dafür haben wir eh keine Zeit. Am Ende der Reise schreiben wir auf, was wir alles nicht benutzt haben und packen es im nächsten Jahr nicht mehr ein.

Wie seht ihr das? Fahrt ihr Zug oder (noch) Auto? Schreibt dazu gerne in die Kommentare.