Mama Survival Teil 3 – Kochen, kochen und wieder kochen

Mama Survival Teil 3 – Kochen, kochen und wieder kochen

14. April 2020 0 Von mamalangsam

Wieviel Stunden am Tag verbringen wir in der Küche? Zuviele, finde ich. Ständig müssen wir Mahlzeiten vorbereiten, abwaschen, aufräumen… Das kann einem schonmal Leid werden, vorallem wenn wir gar nicht gerne kochen. Wie können wir das nun vereinfachen? Hier ein paar Anregungen. Übernehmt was euch entspricht und was nicht, dass lasst einfach sein :).

1. Minimalismus in der Küche:

Alle Küchengeräte, die wir in den letzten zwei Monaten nicht benutzt haben, können gehen. Behalten wir nur das, was wir wirklich benutzen, auch bei Geschirr und Besteck. Ein Set pro Person reicht. Die Sachen für Gäste lagern wir separat, je nachdem wie oft wir Besuch haben. Bewährte Rezepte schreiben wir ab und kleben sie in die Innentür vom Hängeschrank, somit sind sie beim Kochen gut lesbar und wir können uns von unseren Kochbüchern trennen. Wir versuchen die Küchenplatte möglichst freizuhalten. Toaster und Wasserkocher haben einen festen Platz im Schrank und werden am besten sofort (!) nach Benutzung wieder zurückgeräumt. Wir nutzen den Kühlschrank nicht als Pinnwand. Wir möchten kein Museum aus der Küche machen und nicht ständig an irgendetwas erinnert werden, was dort hängt. Wir brauchen einen freien Kopf. Je weniger Sachen wir haben, umso weniger müssen wir aufräumen, putzen und suchen.

2. Unendlicher Speiseplan

Wir wählen 14 Gerichte aus, die möglichst alle Familienmitglieder gerne essen und teilen sie auf die Wochentage auf. Wenn wir schon wissen, dass an einem bestimmten Wochentag wenig Zeit zum Kochen ist, dann wählen wir für den Tag ein schnelles Gericht aus. Somit bekommen wir einen Speiseplan für zwei Wochen, den wir immer wiederholen können und müssen uns nie wieder um kurz vor zwölf Gedanken machen, was wir kochen wollen. Alle paar Monate führen wir dann neue Gerichte ein, damit es nicht langweilig wird.

3. Richtig einkaufen

Einmal in der Woche einkaufen reicht. Wir erstellen uns eine, an unsere Gerichte angepasste, Einkaufsliste (am besten auch noch eine für den Drogeriemarkt) und drucken sie mehrfach aus. Damit wir nichts vergessen, teilen wir die Liste in mehrere Rubriken wie Obst/Gemüse, Milchprodukte, Backwaren etc. Wenn wir einen fertigen Speiseplan haben, können wir relativ schnell die benötigten Zutaten ankreuzen. Vieles frische Gemüse hält bis zu einer Woche. Wir kaufen dann eben mehr Äpfel und Möhren (ist eh besser, da regionaler, als Früchte aus aller Welt, die nach 2 Tagen schimmeln). So spart man wieder eine Menge Zeit (und Geld), die man für sinnvolleres nutzen kann.

4. Morgendliches vorkochen und vorbereiten

Morgens, bevor die Kinder aufstehen, bereiten wir alles vor, um das Mittagessen kochen zu vereinfachen (Zutaten und Töpfe etc. vorher bereit stellen). Suppen oder so könnt ihr auch schon vorher zubereiten und mittags dann nur noch Aufwärmen. Bei Saucen und Suppen kochen wir die doppelte Menge und frieren die eine Hälfte ein (Behälter unbedingt beschriften). Komplette Mahlzeiten vorzukochen funktioniert bei uns nicht, da die Portionen, die gegessen werden, schlecht zu kalkulieren sind. Das Rohkost-Gemüse für zwischendurch und fürs Abendessen schneiden wir auch schon morgens, wenn alle noch schlafen. Abends, wenn alle hungrig und müde sind, läuft es so viel stressfreier für uns.

5. Essen bestellen

Gerade im Moment bestellen wir öfter essen. So haben wir keine Arbeit und unterstützen die Restaurants, die durch die Corona-Krise weniger Einnahmen haben. Die Kinder freuen sich schon Tage vorher auf ihre Pommes und essen an den anderen Tagen erfahrungsgemäß lieber Mahlzeiten, die sie normal nicht so mögen. Wenn man dann noch einen großen Teller mit Rohkost auf den Tisch stellt, ist die Mahlzeit auch nur noch halb so ungesund.

6. wenige Zutaten

Wir kochen mit weniger Zutaten – viel Rohkost, weniger Gewürze, wenig vorverarbeitete Lebensmittel. Wir müssen uns geschmacklich erstmal umgewöhnen, da wir es nicht gewohnt sind, unverarbeitete Lebensmittel zu essen. Aber wir können lernen bewusster zu essen und zu schmecken. Hier bei uns kommt eine rohe Möhre schon fast an ein Stück Schokolade dran ;). Das alles ist auch noch nachhaltig und wir sparen eine Menge Geld.

Bemüht euch doch nicht nur um das vergängliche Brot, das ihr zum täglichen Leben braucht! Setzt alles dafür ein, die Nahrung zu bekommen, die bis ins ewige Leben reicht – Johannes 6,27