Mama Survival Teil 4 – Überleben im stressigen Familienalltag

Mama Survival Teil 4 – Überleben im stressigen Familienalltag

1. Mai 2020 2 Von mamalangsam

Immer einen Schritt voraus

Oft kommen wir mit unseren Kindern an unsere Grenzen, sind genervt und machen „Wenn – dann“ – Aussagen. Um nicht die Nerven zu verlieren, versuchen wir den Kindern immer einen Schritt voraus zu sein. Wir überlegen uns vorher Spielideen für den Tag, um sie dann aus dem Ärmel schütteln zu können. Zu Beginn des Tages machen wir eine Art „To do – Liste“ für die Kinder, auf die wir zurückgreifen können. Zum Beispiel am Montag: Memory spielen, Kuchen backen, Puppenhaus aus alten Kartons basteln. Dienstag: Legoset bauen, mit Großeltern Videochatten, draussen verstecken spielen. Wir nehmen uns nicht zuviel vor, drei Punkte sind realistisch, damit wir nicht überfordert sind und flexibel bleiben können. Oft reichen den Kindern ein paar Anregungen, und sie sind schon in Entdeckerlaune. Manchmal werden diese Anregungen in den Tagen danach von den Kindern selbstständig aufgegriffen, ohne das wir da groß investieren müssen. Wir versuchen aber auch alles abzudecken, damit kein Kind zu kurz kommt.

Entspannte Tagesplanung

Aufgrund der Corona-Maßnahmen sind wir seit einigen Wochen den ganzen Tag zu Hause. Da hilft es natürlich einen groben Plan für den Tag zu haben. Immer die selben Aufsteh- und Zubettgehzeiten sind wichtig. Klar, alle paar Stunden muss was zu essen da sein, aber ansonsten stellen wir fest, ist es besser, einfach mal laufen zu lassen (ausgenommen Schulkinder, da sollten wir sicher ein Programm durchziehen). Wir haben verschiedene Tagespläne ausprobiert, Haushaltspläne, Kinderbeschäftigungspläne, Putzpläne… und stellen fest, das auch da weniger mehr ist. Wir nehmen uns jeden Tag ein paar Dinge vor, die wir bis abends umgesetzt haben wollen. Dabei greifen wir auf die Wochen – To do-Liste zurück (mehr dazu im Mama Survival Teil 1). Wir kalkulieren dabei ein, wielange diese Aufgaben dauern. Zum Beispiel: Küchenboden wischen 10 Minuten, Wäsche aufhängen 15 Min, Brot backen 10 Min. In welcher Reihenfolge und wann genau wir das erledigen, entscheiden wir nach Lust und Laune.

Wann ist die beste Zeit für was?

Morgens ist meine Zeit, da bin ich am aufnahmefähigsten. Abends kann ich oft keinen klaren Gedanken mehr fassen. Also versuche ich morgens Sachen zu erledigen, bei denen ich einen klaren Kopf brauche. Andere sind eher Nachtmenschen. Und wann sind eigentlich unsere Kinder am aufnahmefähigsten? Unter welchen Gegebenheiten und zu welchen Tageszeiten können sie sich ins Spielen vertiefen und selbst beschäftigen? Wann haben sie ein Bedürfnis nach Nähe? Wann brauchen sie Bewegung? Wenn wir einmal herausgefunden haben, was zu uns und unseren Kindern passt, können wir die Zeiten besser nutzen. Wir können uns und unsere Kinder dahingehend anleiten und tägliche Routinen einführen. Das gibt zumindest ein bisschen Planungssicherheit im chaotischen Familienalltag.

Alles hat seine Zeit, alles auf dieser Welt hat seine ihm gesetzte Frist:

Geboren werden hat seine Zeit wie auch das Sterben.

Pflanzen hat seine Zeit wie auch das Ausreißen des Gepflanzten.

Töten hat seine Zeit wie auch das Heilen.

Niederreißen hat seine Zeit wie auch das Aufbauen.

Weinen hat seine Zeit wie auch das Lachen.

Klagen hat seine Zeit wie auch das Tanzen.

Steine zerstreuen hat seine Zeit wie auch das Sammeln von Steinen.

Umarmen hat seine Zeit wie auch das Loslassen.

Suchen hat seine Zeit wie auch das Verlieren.

Behalten hat seine Zeit wie auch das Wegwerfen.

Zerreißen hat seine Zeit wie auch das Flicken.

Schweigen hat seine Zeit wie auch das Reden.

Lieben hat seine Zeit wie auch das Hassen.

Krieg hat seine Zeit wie auch der Frieden.

Was also hat der Mensch davon, dass er sich abmüht?

Prediger 3, 1-15