Minimalismus ganz praktisch

Minimalismus ganz praktisch

29. Mai 2020 0 Von mamalangsam

Falls ihr nun motiviert seid, euren Besitz zu reduzieren, möchten wir euch diese Woche ein paar Ratschläge, an die Hand geben, die es euch einfacher machen werden. Vielleicht ist der ein oder andere Vorschlag zu krass für euch. Nehmt euch einfach das mit, was zu euch passt, jeder hat ja andere Bedürfnisse. Aber gerade wenn wir vielleicht unter den vielen Eindrücken, Reizen und Farben leiden, kann es sehr befreien, neuen, leeren Raum zu schaffen.

1.

nach Kategorien ausmisten

Wir sammeln alle Teile einer Kategorie an einem Ort und fangen an zu sortieren. Am besten starten wir mit Kleidung, dann Büchern, CDs, Küchensachen, Spielzeug, Werkzeug, Papierkram, Hobbyzubehör etc.. Erst zum Schluss kommen die persönlichen Sachen wie Fotos und Erinnerungsstücke. Wir nehmen uns jedem Teil einzeln an. Wir lassen uns Zeit für die einzelnen Kategorien. Wir sind nun seit 5 Jahren in diesem Prozess und gerade wenn man Kinder hat, kommt ja ständig was dazu. Wie im letzten Beitrag schon angedeutet, sollten wir uns fragen: Wollen wir uns in Zukunft um dieses Teil kümmern oder nicht? Macht der Gegenstand unser Leben wirklich wertvoller oder wäre es vielleicht sogar eine Befreiung, wenn wir uns davon trennen?

2.

wegwerfen, verschenken, verkaufen oder behalten

Wir machen vier Stapel mit diesen Kategorien. Wir versuchen die aussortierten Sachen sofort aus dem Haus zu bringen, sonst kommen wir vielleicht in Versuchung sie wieder zu nehmen. Den Wegwerf-Haufen sollten wir nur bei wirklichem Müll bedienen. Wir haben schon viele Sachen die eigentlich Müll waren über – Ebay Kleinanzeigen – verschenkt. Einer hat sich mal aus einer Stange vom Rolladen eine Schaukelhalterung gebaut und unser kaputtes Fahrrad wurde schon für eine Abschlussarbeit einer Designschülerin bei Ikea benutzt. Somit haben wir auch kein Problem mit dem Abtransport, da die Leute es persönlich abholen. Wenn ihr an einer belebten Strasse wohnt, stellt den Kram einfach an einem Sonnentag an die Strasse oder in euer Trreppenhaus, und schreibt „zu verschenken“ bei. Uns hilft es immer, wenn wir wissen, dass die aussortierten Sachen noch jemand haben will. Dann haben wir nicht mal umsonst dafür Geld ausgegeben und sie werden nicht zu Müll.

3.

Abfotografieren

Falls wir uns – vorallem bei Erinnerungsstücken – gar nicht gut trennen können, machen wir Fotos davon und speichern sie ab. Generell können wir uns durch digitalisieren von vielem Trennen – wenn wir möchten.

4.

Aussortieren auf Probe

Bei manchen Sachen können wir uns einfach nicht entscheiden. Wir packen sie für eine begrenzte Zeit weg und entscheiden z.B. 3 Monate später. Das sollten wir aber wirklich nur im Notfall machen. Meistens ist es besser, wenn wir uns direkt entscheiden. An die meisten Sachen können wir uns eh nicht mehr erinnern.

5.

Jedes Teil hat seinen festen Platz

Der Aufenthaltsort von den Sachen, die wir behalten möchten, sollte klar definiert sein. Somit müssen wir die Sachen nur immer wieder zurückräumen, ohne groß zu ordnen.

6.

Grenzen setzen und akzeptieren

Schränke und Schubladen füllen wir nicht ganz auf, sodass immer etwas Spielraum da ist, falls doch mal was neues dazukommt. Wir versuchen es zu vermeiden, Sachen zu stapeln und jedes Teil sollte griffbereit sein. Wenn ein Regal voll ist, muss etwas aussortiert werden, bevor etwas neues kommt.

7.

Ablageflächen reduzieren und frei lassen

Wir versuchen so wenig wie möglich Ablageflächen zu haben, da sich da meist nur Kram ansammelt. Wir trennen uns von allen überflüssigen Kommoden, Regalen und Tischchen. Das spart eine Menge Zeit beim Aufräumen und Abstauben. Auch Deko und Pflanzen findet ihr bei uns eigentlich höchstens bei Festen. Das gefällt vielleicht nicht jedem, aber uns schon 😉

8.

Überprüfen, was reinkommt

Wir überprüfen die Flut der Dinge die in unser Leben kommt und versuchen sie einzudämmen. Keine Abos, keine Werbung, Emails wenn möglich sofort nachdem Antworten löschen, Geschenke u.s.w.