Neu einrichten im Leben – ein gutes Maß finden

Neu einrichten im Leben – ein gutes Maß finden

5. Juni 2020 0 Von mamalangsam

Seit fast drei Monaten leben wir aufgrund der Pandemie nun schon sehr zurückgezogen. Alles wurde auf null runtergefahren. Stillstand. Keine Zukunftspläne schmieden. Keine Termine. Wir haben die Lockdown – Zeit sehr genossen, sind als Familie noch viel enger geworden. Wir konnten dankbar erleben, dass wir sehr gut miteinander funktionieren und ein eingespieltes Team sind. Kein Lagerkoller, wenig Vermissen. Es tat gut, sich nur mit dem Wesentlichen beschäftigen zu müssen. Es wurden kaum Erwartungen von aussen an uns gestellt und wir selber hatten auch weniger Erwartungen an uns.

Nun beginnt die Welt um uns herum langsam wieder los zu laufen. Wie reagieren wir darauf? Wo machen wir mit und wo nicht? Wie positionieren wir uns? Bei einigen Dingen haben wir gar keine Wahl, aber bei Vielem, dürfen wir uns nun überlegen, ob wir weiterhin darauf verzichten. Wir sollten versuchen, nicht gleich in den alten Trott reinzufallen, sondern abwägen, was wirklich gut ist und Sinn macht, zu tun. Wir überlegen uns, was wir aus unserem Leben ausschließen möchten, was uns stresst, uns runterzieht oder uns einfach davon abhält, dass zu tun, zu dem wir berufen sind. Das kann bedeuten, dass wir nun radikal unseren Wohnraum entrümpeln, um mehr Platz zu haben. Unseren Job kündigen, um mehr Zeit zu haben. Eine Bekanntschaft beenden, die uns auslaugt. Auf Freizeitbeschäftigungen verzichten und dafür mehr freie Nachmittage haben. Die ehrenamtliche Tätigkeit sein lassen, weil wir es vielleicht aus den falschen Motiven heraus tun. Oder das Haus verkaufen, um nachhaltiger zu leben.

Minimalismus können wir auch auf unsere Termine, unsere Freizeitbeschäftigungen, unsere sozialen Kontakte und unser ehrenamtliches Engagement anwenden. Weniger kann auch da mehr sein. Aber wieviel aussteigen wollen wir? Wo ist die Grenze und wieviel Verantwortung haben wir? Gott hat uns in diese Welt gestellt, mit unseren Gaben und uns andere Menschen anvertraut. Das ist das Schöne und sollte uns eigentlich nicht stressen. Darin lohnt es sich zu investieren.

Wir sollten unser Leben nun in aller Ruhe und weise mit guten Dingen füllen, an denen wir Freude haben und an denen wir Aufblühen können. Mit Dingen, mit denen wir dienen und zum Segen werden können und vorallem mit Dingen die Gott ehren.

Jesus sagt: Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben. Johannes, 10,10

Um das Ganze noch praktischer anzugehen, verlinken wir hier einen älteren Blogbeitrag von uns „Wie wollen wir eigentlich leben?“