Intensivzeit mit Familie

Intensivzeit mit Familie

7. Dezember 2020 0 Von mamalangsam

Vor kurzem durften wir einen Artikel in einem Gemeindebrief der Kirchgemeinde veröffentlichen. Den möchten wir euch nicht vorenthalten, deshalb posten wir ihn hier nochmal:

Seit der Pandemie verbringen viele Familien mehr Zeit gemeinsam als vorher. Manche geniessen das, andere sind unzufrieden oder völlig überfordert. Aber so muss das nicht sein. Die gemeinsame Zeit kann zu etwas richtig Gutem werden, wenn wir die richtigen Weichen stellen. Wir als „Familie Langsam“ handhaben das so, dass bei uns nur ein Elternteil für Geld arbeitet. Fremdbetreuung nehmen wir nur wenig in Anspruch. Wir verzichten gerne auf teure Fernreisen und das Autofahren. Wir nehmen nur wenige ausgewählte Nachmittagstermine für die Kinder wahr und leben minimalistisch. Das setzt eine Freiheit frei, die unbezahlbar ist. Wir können unser Leben selbst schreiben. Wir können uns eigene Projekte und Visionen suchen, die uns als Familie gut tun und zu uns passen. Wir hatten zum Beispiel das Projekt „Mit dem Fahrrad in den Urlaub zu fahren“, nachzulesen auf unserem Blog, der auch ein Familienprojekt ist. Oder wir leben in einer Art Mehrgenerationenhaus. Im Alltag stellen wir uns der Herausforderung möglichst klimaneutral zu leben, wodurch wir automatisch viel Zeit miteinander verbringen. Wenn wir eine Strecke zu Fuß oder mit der Bahn zurücklegen, erleben wir viel mehr zusammen, als wenn wir im Auto fahren. Solche gemeinsamen Aktionen fördern eine gesunde Bindung untereinander. Kinder tanken in dieser Gemeinschaft auf und gewinnen an innerer Stärke. Sie werden erfahrungsgemäß ausgeglichener und belastbarer, da sie weniger Reizüberflutung und weniger negativem Stress ausgesetzt sind. Wenn diese Basis erstmal geschaffen ist, kann eine Familie auch schwierige Umstände besser verkraften.

Langsamer zu leben und mehr freie Zeit zu haben, befähigt uns, unser Leben in die Hände unseres Schöpfers zu legen. Ihm dazu Gelegenheit zu geben Seinen guten Weg mit uns zu gehen. Wenn wir selber schon den Plan haben, lassen wir Ihm kaum Gelegenheit dazu. Es gibt einen Bibelvers, den man in den Häusern vieler christlicher Familien findet: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“ (Josua 24,15). Genau deshalb ist es so wichtig, Intensiv- und Gemeinschaftszeit zu schaffen. Denn da können wir dienen – mit unserer Zeit. Als Eltern vorallem kleiner Kinder haben wir wenig Zeit anderweitig zu dienen. Also sollten wir erstmal bei unseren Liebsten, den Kindern und dem Partner anfangen. Uns Zeit für sie nehmen. Schauen was sie bedürfen. Ihnen zuhören und uns ihnen zuwenden. Und dadurch dienen wir Gott. Jesus sagt, dass wenn wir jemanden umsorgen, zu essen und trinken geben, aufnehmen, ankleiden und pflegen, dann ist es so, wie wenn wir es für Ihn tun würden (Matthäus 25,40). Wenn wir diese Aufgaben annehmen, in die wir als Eltern gestellt werden, dienen wir Gott. Und auf dem Dienen liegt ein Segen. Das klingt doch ziemlich gut. Deshalb wollen wir uns dem nicht entziehen, sondern diese Aufgabe mit Freude erfüllen!