Minimalismus: Spielzeug

Minimalismus: Spielzeug

7. Januar 2021 0 Von mamalangsam

Wenn ihr nach diesem Weihnachtsfest unsere Wohnung betreten würdet, würdet ihr vermutlich nicht sagen, dass es bei uns minimalistisch zugeht. Ihr müsstet euch vielleicht nach einer Sitzgelegenheit umsehen, aber was das Spielzeug betrifft, ist der Boden reichlich bedeckt. Doch das ist gut so, denn es liegt nicht unbeachtet in der Ecke herum, sondern wird den ganzen Tag bespielt. Da wir grundsätzlich viel zu Hause sind, auch unabhängig vom Lockdown, wird bei uns sehr viel gespielt. Klar können sich die Kinder auch gut ohne Spielsachen beschäftigen, aber gerade im Winter, kann es schonmal helfen, ein wenig Auswahl zu haben. Wir achten darauf, dass es sinnvolles Spielzeug ist, was langlebig ist, die Phantasie anregt und die Kinder spielerisch zum Lernen bringt. Trotzdem bietet es sich an, nach den Feiertagen etwas auszumisten bzw. neu zu organisieren.

Nur altersgemäßes Spielzeug dahaben

All das Spielzeug, was lange nicht mehr bespielt wurde oder was nicht mehr altersgemäß für die Kinder ist, kann weg. Natürlich nur in Absprache mit den Kindern. Hilfreich kann dabei sein, die Sachen erstmal nur wegzuräumen, so dass sie nicht mehr zugänglich für die Kinder sind und dann nach ein paar Monaten zu bewerten, ob sie wegkommen oder nicht. Ein paar kleine Spielsachen für Gästekinder kann man ja noch behalten.

Für Abwechslung sorgen

Wir versuchen das Spielzeug für die Kinder routieren zu lassen, sodass nicht immer alles zur Verfügung steht. Eine Woche gibt`s die Eisenbahn und eine andere Woche die Bausteine. Somit haben wir schonmal etwas weniger Chaos.

Spielzeug einer Sorte aufstocken

Dazu kann man aber auch schon im Vorraus bedenken, was die Kinder für Spielzeug bekommen. Wir achten darauf, dass wir nicht zuviel verschiedenes haben. Also zB nur D*pl* und dafür kein Pl*ym*b*l. Wir vergrößern lieber die Sets als noch eine neue Kiste zu benötigen. So können die Kinder die zugehörigen Teile auch viel schneller finden.

Keine Großspielzeuge

Auch würden wir im Nachhinein gesehen darauf achten, keine großen Spielzeuge wie Puppenhäuser oder Ritterburgen anzuschaffen, sondern nur die Zubehörteile. Ein Puppenhaus lässt sich auch flexibel in einem Standregal oder Sessel einrichten. Und die Ritter können auch auf dem Sofa kämpfen. Das verlangt den Kindern mehr Phantasie ab und der Vorteil ist, man kann die Sachen viel besser verstauen.

Grenzen setzen

Wenn eine Kiste voll ist, ist sie voll. Wenn was neues hinzu kommt, muss eben was altes gehen. Und da findet sich meist irgendetwas. Es ist so viel einfacher, wenn jedes Spielzeugteil seinen festen Platz hat und die Kinder diesen auch kennen. Das allabendliche Aufräumen geht so viel schneller. Selbst wenn alles Spielzeug ausgeräumt wurde, was ja oft vorkommt, könnten wir (wenn wir wollten), die Wohnung innerhalb von kurzer Zeit aufräumen, da man die Sachen ja nur zurückräumen muss.

Die größte Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen.“ John Locke