Lockdown 2.0 – Ärmel hoch und losgehts!

Lockdown 2.0 – Ärmel hoch und losgehts!

20. Januar 2021 0 Von mamalangsam

Das hatten wir ja alle schonmal. Wir sind alle die ganze Zeit zu Hause. Beim ersten mal im Frühling haben wir das total genossen. Und auch dieses mal schlagen wir uns eigentlich ganz gut und wir geniessen das langsamere Leben. Aber dazu haben wir hier schon eine Menge geschrieben, deshalb soll es jetzt um was anderes gehen. Denn es ist eine Menge Arbeit, die auf uns Eltern zukommt: Kinder erziehen und unterrichten, kochen, einkaufen, Haushalt, arbeiten, Kontakt zu Familie & Freunde uvm…Das gilt natürlich nicht nur im Lockdown, nur hier bündelt es sich alles sehr und wir haben kaum Verschnaufpausen. Dem sollten wir in die Augen sehen, die Ärmel hochkrempeln und die Dinge bewusst angehen.

Letztens sahen wir einen hilfreichen Vlog (Videoblog) von „Tiny notes from home“, einer Familie aus North Carolina, die ihre sechs Kinder zu Hause unterrichtet und auch etwas langsamer lebt. Sie gaben Ratschläge, wie man den Alltag mit all den vielen Aufgaben bewältigt und stellten fünf Punkte heraus, die wir, mit ihrer Genehmigung, übersetzen und auf die wir noch näher eingehen möchten:

1. Aus Gottes Perspektive auf unseren Alltag blicken

Wenn wir mal von unserer Sicht der Dinge abrücken, etwas zurücktreten und Gott bitten, uns seine Sicht zu zeigen, relativiert sich manches scheinbare Problem von alleine. Wir können versuchen, mehr das große Ganze zu sehen und die Entwicklung, die wir und unsere Kinder machen, statt nur die alltäglichen Aufgaben. Wir können uns fragen, was unsere Kinder wirklich fürs Leben lernen sollen und was wirklich zählt. Unser Leben ist zu kurz, um überall mitzumischen. Mit Gottes Hilfe können wir gute Prioritäten und Ziele setzen, überflüssiges sein lassen und erkennen, was ihm wichtig ist. Denn seine Perspektive ist immer gut für uns.

2. Realistische Ziele setzen

Eltern sind gut darin, ihre Ansprüche viel zu hoch zu setzen. Dadurch setzen sie sich und ihre Kinder aber selber unter Druck und das vergiftet das ganze Familienklima. Deshalb: einen Schritt zurücktreten, reflektieren, was zuvor klappte und was nicht und dann neue Ziele setzen, die zwar herausfordern können aber eben nicht überfordern. Wir dürfen gnädig mit uns und unseren Kindern sein. Gott ist ja auch gnädig mit uns, also können wir diese Gnade ruhig annehmen und selber gnädig sein.

3. Zeit einteilen

Jetzt wird`s immer praktischer. Ziele und Aufgaben einem zeitlichen Rahmen zuzuordnen, kann helfen, sie leichter zu bewältigen und zu erreichen. Was fällt für dieses Jahr, diesen Monat, diese Woche oder diesen Tag an? Wenn wir diese Einteilung passend vornehmen und Zeiten nicht zu knapp, aber auch nicht zu großzügig für etwas einplanen, dann werden wir weniger aufgeschobene Projekte haben, die wir dann im nächsten Zeitfenster abarbeiten müssen. Vorallem im Lockdown neigt man dazu, Dinge auf morgen oder nächste Woche zu verschieben, da man weniger Verpflichtungen hat, deshalb ist es hilfreich auch allen gewöhnlichen Dingen einen festen Platz im Tages- oder Wochenrhythmus zu geben und zu schauen, dass nichts zu kurz kommt.

4. Selber vorbereitet sein

Wir sollten möglichst auf alles vorbereitet sein, was ein Tag oder eine Woche so mit sich bringt, denn flexibel müssen wir ja sowieso sein. Wir sollten körperlich fit sein, aber auch auf unsere geistige Gesundheit achten. Wir sollten materiell vorbereitet sein und je nachdem wie alt die Kinder sind, auch deren Sachen in Ordnung halten bzw sie dazu anleiten, es selber zu schaffen. Unsere Wohnung sollte möglichst zweckmäßig eingerichtet und einfach benutzbar sein, sodass die Kinder selbstständiger handeln können und nicht bei jeder Kleinigkeit um Hilfe fragen müssen.

5. Beten nicht vergessen

Die meisten kennen es wahrscheinlich: Irgendwas läuft nicht mit den Kindern. Man probiert so einige Erziehungsmethoden aus und nichts hilft weiter. Völlig verzweifelt fällt einem plötzlich ein: „Ach, wir könnten ja mal dafür beten“. Ab da ist das Problem oft in kürzester Zeit gelöst. Unser Leben könnte soviel einfacher sein, wenn wir mehr beten würden. Und ja, es gibt auch Gebete die scheinbar unerhört bleiben, aber beten bedeutet ja auch soviel mehr, als nur Gebetserhörungen zu erwarten. Wir dürfen im Gebet Dinge abgeben und neue Kraft schöpfen. Das soll nicht zu einem weitereren Punkt auf unserer Todo-Liste werden, sondern wir können Jesus darum bitten uns zu helfen, das Gespräch mit ihm mehrmals täglich zu suchen. Und er wird uns helfen, wenn wir einen Schritt auf ihn zu machen.

Das Video, auf das wir uns bezogen habe, seht ihr hier. Die Kirklands von „Tiny notes from home“ gehen auf die Punkte noch persönlicher und detailierter ein und man bekommt mal einen Einblick in einen so ganz anderen Entwurf von Familienleben. Schaut ruhig mal rein: