Wieviel „gucken“ unsere Kids?

Wieviel „gucken“ unsere Kids?

11. September 2021 0 Von mamalangsam

Kinder und Medienkonsum – das ist so eine Sache. Zuviel davon ist nicht gut, das ist klar. Aber wieviel geht und was ist zuviel? Wir haben da schon so einige Regelungen mit unseren Kindern durch. Es ist nicht immer einfach, klare Regeln diesbezüglich durchzuziehen. Dennoch finden wir es wichtig, diese aufzustellen und die Kinder nicht einfach vor dem Fernseher zu parken, denn das hat Folgen für sie. Hier mal ein paar Vorschläge, wie wir das versuchen zu machen:

Nichts offen rumliegen lassen

Laptop, Handy und Co am besten im Schrank oder Regal lagern, dann kommen die Kinder (und man selber) erst gar nicht auf die Idee, etwas anzumachen. Lieber freien Zugang zu CD-Spieler, Hörspielen und Musik-CDs ermöglichen (oder natürlich Bücher).

Einen Kinoabend pro Woche veranstalten

Im Wechsel darf sich jedes Kind einen Film aussuchen, der dann richtig „celebriert“ wird. Dafür wird der „Kinoraum“ abgedunkelt, gemütlich gemacht, Popcorn oder Chips aufgetischt und es darf auch mal länger gehen. Dafür gibts im Alltag eigentlich keine Serien etc mehr. Immer wenn im Alltag nun die Frage nach „gucken“ aufkommt, wird auf den Kinoabend verwiesen. Die Vorfreude ist groß.

Astrid Lindgren statt „Disney-Action“

Lieber „alte“ Filme schauen, die sind meist nicht so „hektisch“ von den Bildern her. Neben dem Inhalt löst das bei den „neuen“ Filmen nämlich jede Menge Stress beim Gucken aus. Anstatt entspannt in andere Welten abzutauchen, um anschließend seelig einzuschlafen, ist man aufgedreht und gereizt. Also lieber Pippi Langstrumpf, als die Eiskönigin oder so…

Auswahl eingrenzen

Manchmal nutzen wir Streamingdienste, aber wir haben uns tatsächlich – trotz Minimalismus – ein paar DVDs + Abspielgerät + Bildschirm (natürlich gebraucht) zugelegt. Die Kinder (und wir) sind schnell überfordert von der großen Auswahl der Streamingdienste. Kinder schauen ihr Lieblingsfilme eh immer wieder an.

Wissenssendungen

Wenn wir finden, dass unter der Woche auch mal was laufen kann, greifen wir lieber auf Wissenssendungen wie „Löwenzahn“ zurück. Manchmal bin ich erstaunt, was die Kinder sich da für ein breites Wissen anhäufen und uns plötzlich Dinge erklären, die wir selber gar nicht wussten.

Vorbild sein

Wir sollten selber so wenig wie möglich vor technischen Geräten verbringen, im Internet surfen oder was auch immer…Kinder schauen sich genau das Verhalten der Eltern ab. Da kann man noch soviele Regeln aufstellen. Wenn man selber viel Medien konsumiert, oder am Handy ist, werden die Kinder das übernehmen. Also: Immer zuerst an die eigene Nase packen, wenns um die Erziehung der Kinder geht, dann ist ein Großteil geschafft!

ein Gedankenspiel

„Was man nicht kennt, vermisst man nicht“ ein Zitat von keine Ahnung wem, aber trifft in dem Fall zu. Ich, Mama Langsam, bin (bis ca. 12 Jahre) ohne Fernsehen und Werbung aufgewachsen und habe mich automatisch mit anderen Dingen beschäftigt. Ja, zu einigen Themen kann ich deshalb bis heute nichts sagen, aber hey, wen kümmerts? Ich möchte euch zu einem Gedankenspiel, im Hinblick auf eure Kinder anregen: Was wäre, wenn all unsere Kinder kein Paw Petrol, Ninjago, Anna und Elsa etc. kennen würden? Vielleicht gäbe es dann ein paar mehr sympathische und phantasievolle Pippi Langstrumpfs, die aus den Reihen der heutigen Kinder tanzen würden 🙂 Und wie die dann als Erwachsene wären und die Welt umkrempeln würden….*träum*

Unsere Top 10 zur Zeit:

  1. Madagascar

2. Quatsch und die Nasenbärenbande

3. König der Löwen

4. Peterson und Findus

5. Oh wie schön ist Panama

6. Pippi Langstrumpf

7. Kevin allein zu Haus (eher für Grundschulalter…)

8. Wickie und die starken Männer

9. Bo und der Weihnachtsstern

10. Peter Pan

Was denkt ihr so zu dem Thema?