Hacks rund um Weihnachten

Hacks rund um Weihnachten

16. November 2021 0 Von mamalangsam

Die Weihnachtszeit hat zwar noch nicht begonnen, aber wir machen uns gerne schonmal im Voraus Gedanken, wie wir sie materiell etwas langsamer und nachhaltiger gestalten können, um in der Adventszeit mehr Zeit für Zwischenmenschliches und Besinnliches zu haben. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei:

der selbstgemachte Weihnachtsbaum

Gesunde Bäume zu fällen ist ja heutzutage eigentlich echt unangebracht. Nun hatte also ein Kind die grandiose Idee den Weihnachtsbaum selber zu bauen, so wie Pettersson. Der Weihnachtsbaumständer stand noch im Keller, und ein großer, dicker Ast lag noch im Garten rum und wurde als Stamm umfunktioniert. Mit dem Bohrer sägten wir einige Löcher rein und im Laufe des Advents wollen wir Zweige und Äste sammeln, reinstecken und mit prachtvollen Basteleien behängen oder den Kugeln, die ein Kind letztens beim Sperrmüll gefunden hat. Ein Kind hebt seit letztem Jahr jedes glitzernde Schokopapier auf, um daraus Schmuck für den Weihnachtsbaum zu basteln. Gefallen tut`s vielleicht nicht jedem, aber wir finden`s cool. Ein Foto vom Endresultat werden wir hier noch veröffentlichen, das hier ist unsere Vorlage :):

der Dosen – Adventskranz

Der gekaufte Kranz hinterlässt meist jede Menge Müll, also warum nicht auch da vorhandenes nutzen? Oft haben wir einfach leere Marmeladengläser als Kerzenhalter genommen, dieses mal eben angemalte Konservendosen. Die Dosen befüllen wir nach und nach mit Nussschalen, damit die Kerzen besser halten. Noch ein paar wenige Verzierungen und etwas zum rein- oder draufstellen – und fertig!

selbstgebastelte Weihnachtskarten

Je nachdem wie viele Grüße man zu Weihnachten verschicken will, kann das echt teuer werden – an Geld und Müll – denn selbst Karten sind manchmal verpackt! Und selbstgemachtes ist eh viel schöner, finden wir. Wenn man aber, wie ich, Mama Langsam, keine begeisterte Bastlerin ist, wäre diese einfache Bastelei hier vielleicht auch was für euch: Pappe zurechtschneiden, einmal knicken, „Kerzen“ mit Washitape aufkleben, Flamme aufmalen, vielleicht noch ein aktuelles Familienfoto beilegen und einen Gruß reinschreiben. Das können die Kids ab einem gewissen Alter auch alles selber machen. Die meisten Leute freuen sich vermutlich mehr über eine schiefgeschnittene, selbstgemachte Karte, als über eine langweilig gekaufte…

unser diesjähriger Adventskalender

Über ein Gebrauchtwarenportal im Netz kaufte ich drei befüllbare Adventskalender aus Stoff. Dieses Jahr bekommt also mal jedes Kind einen eigenen. Was kommt rein? 1. Geschichte (ausgedruckt), 2. Wintertee im Beutel, 3. Plätzchen, 4. Übernachtung bei Oma, 5. Geldstück, 6. Socke Nr.1, 7. Socke Nr.2, 8. Ausmalbild, 9. Geschichte, 10. Plätzchen, 11. Bastelvordruck, 12. Teelicht, 13. Schokostück, 14. Teebeutel, 15. zerschnittenes Foto als Puzzle, 16. Plätzchen, 17. Geschichte, 18. Geldstück, 19. Ausmalbild, 20. Rätsel, 21. Schokostück, 22. Plätzchen, 23. Bastelvordruck, 24. was für den Weihnachtsbaum. Damit die Kids nicht sehen können, was drin ist, stopfen wir einfach etwas altes Geschenkpapier oder Watte drüber.

weniger backen – nur 1 Rezept mit Variationen

Wer gerne und gut Plätzchen backt, der überliest das hier bitte. Respekt und weiter so! Wer allerdings ungern in der Küche steht und backt, dem möchte ich empfehlen, weniger zu machen. Bei uns gibts nur noch eine Sorte Plätzchen. Und zwar die zum Ausstechen, denn da sind die Kinder motiviert dabei. Die Geschmacksrichtung kann man ja variieren und mal Schokolade oder Zuckerguss drüber machen. Es gibt nur 1-2 „offizielle“ Backtermine, einen am Anfang vom Advent und einen kurz vor Weihnachten. Wenn die Kids wollen, meinetwegen natürlich auch mehr. Aber ich habe nicht die Erwartung schon am ersten Advent fünf Sorten Plätzchen aufzutischen. Trotzdem nehmen wir natürlich gerne Plätzchenspenden an :).

der etwas andere Jahresrückblick bzw. Bilderrahmen

Wir nehmen einen Stock, hängen ein paar Schnüre dran und klemmen mit Wäscheklammern allerlei Fotos vom zu Ende gehenden Jahr dran. Das ist vorallem für die Kinder sehr schön, um sich zu erinnern und zu reflektieren. Da gab es den Sommerurlaub, den Schulanfang, viele Geburtstage, die man so nochmal etwas nachempfinden kann. Ihr könnt eure Fotos natürlich umdrehen, machen wir auch ;).

Und damit wir bei all dem Basteln, Vorbereiten und Schenken das Wesentliche an diesem Fest nicht vergessen, hier noch ein kleiner Auszug aus „Der Besuch“ von Adrian Plass, aus dem sich wohl jeder seine eigenen Schlüsse ziehen kann:

Hinter der geschlossenen Tür hörte ich „ Alle Jahre wieder“ aus einem Kassettenrecorder klimpern. Als ich die Tür aufschob, fing das einzige Licht im Zimmer, eine dicke rote Kerze auf dem Klavier, das das kleine Mädchen so sehr liebte, im Luftzug an zu flackern und ging beinahe aus. Dizzy saß in einem Sessel am Rand des Zimmers und sah in dem Halblicht beinahe schön aus. Rings um sie in einem weiten Halbkreis stand ihre gesamte Plüschtiersammlung, so platziert, als beobachteten sie die Gestalt, die friedlich zurückgelehnt vor ihrem Sessel auf dem Fußboden saß. Als ich mich still neben das kleine Mädchen auf den Teppich setzte, schien mir, dass sie eine neue Art von Würde an sich hatte, einen besonderen Stolz, der nichts mit Eitelkeit zu tun hatte. Sie saß einfach nur da und streichelte sanft den Kopf, der ganz entspannt auf ihrem Schoß lag, und sagte immer wieder ganz leise: „Weine nicht wegen Weihnachten. Weine nicht wegen Weihnachten.“

Happy Birthday mein liebster Jesus!

Was macht ihr alles in der Weihnachtszeit oder was macht ihr vielleicht bewusst anders oder gar nicht (also materiell gesehen, denn ideel ist es ja nochmal ein anderes Thema…)?