Ein Kind zum Vorbild

Ein Kind zum Vorbild

22. November 2021 0 Von mamalangsam

Unser kleinstes Kind lernte vor ein paar Monaten das Fahrrad fahren. Seitdem fährt es bei Wind und Wetter jeden Tag zum Kindergarten. Der Weg dorthin ist nicht gerade fahrradanfängerfreundlich, da sehr steil und bei kleinen Rädern gibts ja noch nicht mal eine Gangschaltung. Aber es besteht aufs tägliche Fahren und jeden Tag sehen wir kleine Fortschritte. Plötzlich klappt es alleine anzufahren, wir müssen am Berg weniger anschieben und sogar das Dauer-Bremsen bei der Abfahrt klappt immer besser. Wir freuen uns sehr über diese Ausdauer, die das Kind an den Tag legt und von ganz alleine soviel lernt (Selbstüberwindung, Gleichgewicht halten, Ausdauer, Verkehrssicherheit, Parken und Fahrradschloss anschließen). Da wir es wirklich jeden Tag machen, geht es ihm automatisch in Fleisch und Blut über. Wieder einmal stelle ich fest, wieviel man durch Routinen erwirken und lernen kann. Klar muss man sich erstmal überwinden und am Anfang war ich etwas genervt, dass es morgens erstmal länger dauerte bzw ich es dem Kind nicht zugetraut hatte (wegen dem Berg). Relativ schnell war ich aber überzeugt, dass es eine richtig gute Idee von ihm war und nicht nur eine Laune, sondern ein echter Wille dahinter steckte.

Wenn man einmal anfängt, sieht man ja meist schon recht schnell Fortschritte. Das ist ja auch bei uns Erwachsenen so: beim Sport, beim Instrument üben (ich übe gerade Jazz-Piano ;)) und sogar beim Beten und Bibel lesen (wenn man einmal anfängt, ist man recht schnell wieder mit Gott „connected)… Und da gibt es sicher noch viele weitere Bereiche…

Aber mehr möchte ich dazu gar nicht schreiben, denn viel zu oft lenkt man sich ab, indem man zuviel plant und abwägt. Lasst uns direkt mit etwas beginnen und in den Flow kommen! Lasst uns so wie das kleine Kind mit dem Fahrrad, nicht von steilen Bergen abhalten lassen, denn vielleicht gibt es ja jemanden, der schiebt. Und eine kleine Nebenbemerkung: Wir nehmen mittlerweile einen kleinen Umweg in Kauf, um den steilen Berg etwas zu umfahren. Er ist zwar etwas weiter und es geht auch bergan, er ist aber einfacher zu bewältigen. Manchmal muss man eben auch mal nach links und rechts schauen, um bestmöglich und mit den derzeitigen Kräften auf seinem eigenen passenden Weg zum Ziel zu kommen.

Habt ihr auch Bereiche in denen euch Routinen helfen, weiterzukommen und euch zu entwickeln? Oder wollt ihr gerade mit etwas anfangen? Oder eure Kinder?