Im Dezember

Im Dezember

12. Dezember 2021 0 Von mamalangsam

Dieser Monat ist ja meist recht voll und verplant – wenn man nicht aufpasst. Wir sagen deshalb öfter mal „nein“ und können daher unsere Zeit meist selber gestalten. Was wir so machen außer ganz viel chillen?

Kind 1 „spielt“ stundenlang per Video mit der Verwandtschaft in Quarantäne. Zu meiner großen Überraschung kommen dabei am Ende diese tollen Sterne heraus (s.o.). Da wäre vor zwei Jahren wohl auch niemand drauf gekommen, sich zum Spielen und Basteln per Video zu verabreden 🙂

Die Wunschlisten der Kinder werden Gott sei Dank von Jahr zu Jahr kürzer und präziser. Wir kaufen die Geschenke gebraucht, damit nichts neues hergestellt werden muss und billiger ist es auch. Etwas geschockt war ich allerdings, als ich nach dem gewünschten Koala- Stofftier suchte. Auf Ebay-Kleinanzeigen gibt es 18 Seiten mit über 20 Koalabären im Angebot! Ich frage mich, ob noch andere Menschen gebrauchte Stofftiere kaufen und vermute eher wenige. Leute, ausmisten ist super, aber bitte kauft doch dann auch gebraucht bzw weniger ein, sonst bringt das doch alles nichts!

Wir verschenken, außer an Kinder, nicht viel Materielles zu Weihnachten, aber unsere liebe Geigenlehrerin bekommt dieses Jahr Schokolade aus dem Unverpacktladen und einen Gutschein dazu.

Unser Donut ist gestorben! Nun ist unsere Möhre wieder allein und wir etwas ratlos wie es weitergehen soll. Sie frisst nur Grünfutter aus der Natur, und so streifen wir auch im Winter täglich durch Wald und Wiese auf der Suche nach dem letzten Löwenzahn und Spitzwegerich. Wie kann man ein Kaninchen dazu bringen Heu zu fressen? Hilfe! Aber Natur, Luft und Kälte entschleunigt, so ist das (versuche ich mir zumindest einzureden)!

Das Geheimnis des Feuerofens – ein biblisches Hörspiel in Musicalform hat es den Kindern angetan. Mittlerweile sind unsere großen Kids alt genug zu verstehen, was es mit Daniel, Nebukadnezer und Gott auf sich hat. Bei einem Lied in dem Nebukadnezer besungen wird, haben sie sich ihre „Gegenstimme“ überlegt und immer an der selben Stelle rufen sie ihr „No“ herein. Als ich sie fragte, warum sie das machen, habe ich gemerkt, dass sie die Geschichte verstanden haben 🙂

Liebend gerne heißen wir andere Kinder in unserem Heim willkommen und veranstalten lange Spielnachmittage. Wenn man mehrere Kinder hat, ist es meist einfacher, selber Gastgeber zu sein, als die eigenen irgendwohin zu bringen, wenn man nicht weiß, wo man die Geschwister in der Zeit lässt. Alle „Großfamilien“ kennen das. Und so werden hier wilde Kämpfe zwischen Rittern und Ausserirdischen ausgefochten, Vorführungen aufgeführt oder ganz klassisch Schule gespielt, sodass nun auch der Kleinste schon Bescheid weiss, wie es da so abläuft!

Vielleicht fragt ihr euch, wo man denn das Adventliche bei uns findet?

…vielleicht in der Adventskalendergeschichte am Morgen,

in den brennenden Kerzen beim Essen,

in der Ruhe,

der inneren Erwartung…

Und ihr so? Seid ihr im Stress oder schon im Ruhemodus?