Vertrauen

Vertrauen

12. Januar 2022 0 Von mamalangsam

Die Sorge um die Kinder beginnt ja meist schon dann, wenn sie noch im Bauch sind: Wird es die ersten Wochen überleben? Dann kommt die Babyphase, in der man hofft, dass sich alles gut entwickelt. Dann die Kindergartenphase: Ist mein Kind bereit für die Schule? Kann es mithalten? Und dann kommt die Schule und der Ernst des Lebens beginnt, im wahrsten Sinn des Wortes, denn so fühlt es sich manchmal an, wenn man nicht aufpasst…In diesem Abschnitt sind wir jetzt irgendwo.

Wenn ich frühmorgens den blinkenden Lichtern nachsehe, die an den Ranzen der Kinder befestigt sind und auf dem schmalen Bürgersteig an der starkbefahrenen Straße in der Dunkelheit in Richtung Schule verschwinden, ist es mir schon manchmal etwas mulmig zumute. Gedanken wie…hoffentlich fahren die Autos vorsichtig, hoffentlich verhalten sich meine Kids achtsam, hoffentlich begegnen ihnen keine bösen Menschen… kreisen mir durch den Kopf. Stunden später tauchen die Kinder dann wieder auf und ich bin immer wieder froh, wenn sich alle wohlbehalten am Mittagstisch einfinden.

Manche statten ihre Kinder ja mit GPS-Trackern aus, um immer zu wissen, wo sie sind. Auch wenn ich sowas – zum jetzigen Zeitpunkt – nie kaufen würde, kann ich die Eltern ein klein wenig verstehen. Denn wie gerne gebe ich der Bitte der Kinder nach, ihnen ein wenig entgegen zu laufen, wenn sie mal allein unterwegs sind.

Und dann gibts die Bedenken zum Schulunterricht an sich. Wie gut soll mein Kind sein? Was ist eigentlich gut? Wieviel sollen wir uns da überhaupt einmischen? Und die „großen“ Sorgen: Welchen Umgang pflegen meine Kinder? Schlägt ihr Herz für die „richtige“ Sache? Und in Zeiten von Klimawandel: Was wird ihr Erbe diesbezüglich sein? Sind sie krisenfest und handlungsfähig genug?

Wir Eltern sind wohl immer hin- und hergerissen zwischen aufpassen und loslassen. Und das Loslassen, was früher oder später aber eben kommt, bringt oft Unsicherheit und Angst bei uns Eltern mit sich. Wie gehen wir damit um? Wir persönlich sehen unsere einzige Chance darin,

alles in die Hände von dem zu legen,

der jedes Geschöpf einzigartig und wunderbar geschaffen hat

und mit jedem Geschichte schreiben möchte,

der vor Schaden bewahren kann

und auch die unsichersten Beinchen an der starkbefahrenen Straße sieht und lenkt.

Aus Vertrauen wächst dann Frieden – im Loslassen wie im Aufpassen.

Und das alles kann von einem Moment zum anderen passieren, denn oft ist diese Veränderung nur ein Gebet entfernt. Wir als Eltern können uns da auch mehr zusammentun. Wieviele kleine Wunder ich dadurch schon im Austausch mit anderen Mamis erleben durfte!

Gebetet und die Angst wich!

Gebetet und das Kind wurde trocken!

Gebetet und das Kind lernte erfolgreich!

Gebetet und die Geburt lief gut!

Gebetet und das Abstillen klappte!

Gebetet und das Kind kam sicher an!

Gebetet und das Kind wurde wohlbehalten am Waldrand gefunden (kein Kommentar ;))!

Und ja, nicht alle Gebete werden so erhört wie wir es wollen. Schlimme Dinge passieren, aber wir wollen deshalb nicht aufhören der Angst entgegenzutreten und dem Frieden nachzujagen!

Wer mag mitjagen und beten? Wir möchten für euch beten! Gerne könnt ihr (anonym) Anliegen in die Kommentare oder per Email schreiben, für die wir dann beten.